| Gemeinschaft der Schwestern Jesu |
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| Ordensleben | ||
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Im Blick auf die einzelnen Gelübde stellen wir fest, wie sie alle den Menschen von vielen Bindungen und Sorgen befreien, die alle anderen Menschen haben. Sie befreien ihn für den Dienst an der Kirche und dadurch auch an vielen Menschen. Die Gemeinschaft bietet an erster Stelle der Kirche ihre Kräfte an. Das Gelübde der Armut führt die Schwester zur Demut und die Demut zur Liebe zu Christus. Die Schwester befreit sich so von verschiedenen Anhänglichkeiten an Dinge und Menschen. Dieser Verzicht ist eine konkrete Teilnahme an der Entäußerung Christi. Es ist klar, dass das den Menschen und seine Natur etwas kostet. Er bekommt dafür aber die Freiheit Christi selber. Das Gelübde der Armut hat auch eine sehr praktische Seite. Wenn die Schwester für das Reich Gottes etwas unternehmen soll, muss sie unbelastet, beweglich und zu verschiedenen Einsätzen bereit sein. Durch das Gelübde der Keuschheit gehört die Liebe der Schwester vorbehaltlos und ungeteilt Christus. Das bedeutet aber nicht, dass sie sich dadurch in die Abgeschiedenheit zurückzieht. Im Gegenteil. Gerade durch das Gelübde der Keuschheit wird sie Schwester aller Menschen. Es ermöglicht ihr, durch ihr Verständnis und ihren Dienst für die anderen da zu sein. Ihre Liebe schenkt die Schwester Gott in den anderen Menschen. |
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KommunitätslebenEin ideales Kommunitätsleben setzt zuerst eine tiefe Glaubensgemeinschaft voraus. Sie erwächst aus dem geistlichen Fundament. Deswegen ergänzen, unterstützen und stärken sich die Schwestern gegenseitig. Eine solche Gemeinschaft ist für sie dann ein großes Geschenk, das ihnen hilft, aus sich herauszugehen, das sie die richtige Liebe lehrt, die nicht sich selber sucht, sondern das Wohl aller. Sie schützt die Schwestern vor trügerischer Selbstliebe. Sie ist auch ein ständiges Instrument zur Selbstvervollkommnung und ein Prüfstein der Tugend. Sie ist ein Beispiel für die Umgebung der Schwestern.
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FormationDas Leben in der Gemeinschaft der Schwestern Jesu beginnt mit dem Eintritt in das Noviziat, dem die Zeit der Anwärterschaft vorausgeht. Während dieser Zeit will die Gemeinschaft der Anwärterin helfen, sie unterstützen und sie bis zum Eintritt ins Noviziat begleiten. Die Anwärterin lebt eine bestimmte Zeit in der Gemeinschaft, um sie besser kennen zu lernen. Um die Aufnahme in die Gemeinschaft kann sich eine Frau bewerben, die volljährig, aber nicht älter als 35 Jahre ist und genügend menschliche und geistige Reife besitzt. Vorausgesetzt wird auch Gesundheit, das Freisein von allen Verpflichtungen anderen Menschen gegenüber, die Fähigkeit, einen Beruf auszuüben, in Gemeinschaft zu leben und die Verbindung der Arbeit mit dem geistlichen Leben zu erlernen. Das Noviziat dient dazu, dass die Novizin die göttliche Berufung, die der Gemeinschaft eigen ist, und deren Lebensweise besser erkennt und dass ihre Absicht und Eignung zum Leben in der SSJ erwiesen werden. Das Noviziat dauert zwei Jahre. Zwölf Monate lebt die Novizin in der Noviziatskommunität. Während der weiteren Zeit übt sie sich schon in einer schwesterlichen Kommunität in das geistliche und praktische Leben einer Schwester ein. Während des Noviziates macht sie dreißigtägige ignatianische Exerzitien. |
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