| Gemeinschaft der Schwestern Jesu |
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Vorstellung der SSJ durch die Generalvorgesetzte Sr. Marie Èeganová |
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Und warum kommen wir zu Ihnen? Wir haben von Gott ein großes Geschenk erhalten, das Geschenk der Berufung. Dieses Geschenk ist uns nicht für uns privat gegeben, sondern wir sollen damit den anderen dienen. Der Sohn Jesus Christus hat uns Gott Vater nahe gebracht, als er auf die Welt kam und Mensch wurde. Und gerade die Nachfolge Christi ist für unsere Gemeinschaft eine wesentliche Lebensregel. Christus ist die Mitte unseres Lebens und, wie es hier angeklungen ist, auch die Bezeichnung unserer Ordensgemeinschaft trägt seinen Namen – Gemeinschaft der Schwestern Jesu. Durch jeden berufenen Menschen, der die Nachfolge Christi ernst nimmt, wird Christus auf dieser Welt neu sichtbar und hörbar. So haben auch wir die Aufgabe, Gott in der Welt zu vergegenwärtigen, seine verlängerte Hand zu sein, seine Liebe zu verkörpern. Auch in unseren Personen wird er Sie erinnern, welche Werte im Leben eines Christen überwiegen sollen, dass der Sinn des Lebens wirklich Gott ist und zu Gott zu gelangen. Als Christus Mensch wurde, lebte er wie jeder andere Mensch, wie es der hl. Paulus im Brief an die Philipper sagt. Auch wir werden unter Ihnen wie alle anderen Menschen leben. Wir leben in der Welt, aber genauso wie Christus sind wir nicht aus dieser Welt. Wir leben daher mit den Füßen auf der Erde, aber mit unserem Herzen, mit unserem Geist wollen wir bei Gott sein. Das ist die Botschaft, die wir in der heutigen Welt vergegenwärtigen sollen. Nach dem Vorbild des hl. Ignatius wollen wir Gott in allen Dingen suchen und finden und ihm mit Liebe dienen. Wir sind jung, so wie auch unsere Gemeinschaft jung ist. Vielleicht wissen Sie, dass sie im Jahr 1981 entstanden ist, und dies ist auch ein schönes Zeugnis davon, dass der Heilige Geist in der Kirche ständig von neuem wirkt und neue Formen des geweihten Lebens ins Leben ruft. Die Neuheit unserer Lebensweise geht aus dem II. Vatikanischen Konzil hervor, das der Kirche eine große Umwandlung brachte. So wurde unsere Gemeinschaft zu einem Bahnbrecher des Ordenslebens in der Welt. Wir haben kein spezielles apostolisches Werk, sondern wie Sie schon bei den Schwestern hier bemerkt haben, arbeiten wir in verschiedenen Berufen. Wir bemühen uns, in unserem Leben Gebet und Tätigkeit zu verbinden. Gerade das Gebet, die tiefe persönliche Beziehung zu Christus, muss die Quelle dafür sein, dass die Tätigkeit, die wir verrichten, ein Segen für die Welt ist, dass sie den Seelen das Heil bringt. Dieses Primat des geistlichen Lebens ist also die Priorität, mit der wir auch zu Ihnen kommen. Der Herr Bischof hat uns richtig gesagt, dass wir für Sie beten werden, das wollen wir ganz. Und das ist auch die Botschaft, die wir Ihnen überbringen wollen: Die Beziehung zu Gott hat einen tiefen Sinn. Wir haben Gott unser Leben durch die Gelübde der Armut, der Keuschheit und des Gehorsams geweiht und haben von der Kirche auch eine besondere Sendung erhalten – die Sorge um geistliche Berufungen. Diese Sendung wollen wir durch unser Gebet, durch unser Lebenszeugnis, durch Dienst und Wort unter Ihnen verwirklichen. Wir wollen vor allem den jungen Menschen helfen, die richtige Richtung zu Gott zu entdecken und den Mut zu bekommen, für Gott auch etwas mehr zu machen. Wir danken Ihnen, dass Sie uns unter sich aufgenommen haben. |