Auf dem Weg nach Emmaus

Heuer war das Mädchentreffen von 22.-26.7. im Zentrum der Schwestern Jesu. Das Lukasevangelium über die Emmaus­jünger zog sich durch diese Tage und war die Grundlage für den Austausch mit den anderen über Erfahrungen des Glaubens und der Beziehung mit Gott. Als Thema für die Katechese diente das 4. Kapitel der apostolischen Exhortation Christus vi­vit – Die große Botschaft für alle jungen Menschen.

Und was ist diese große Botschaft? Das sind drei Wahrheiten, die jeder (nicht nur junge) Mensch in seinem Herzen tragen und daraus leben soll: Gott liebt dich, Christus rettet dich, ER lebt!

In den Gesprächen kam heraus, was das Herz des Menschen am meisten bewegt: die Sehnsucht nach der unendlichen Liebe. Und diese Liebe bietet Gott dem Menschen an. „Er erweist sich sogar als ein Verliebter, der sich seine Geliebte auf die Hand tätowiert, so dass ihr Gesicht ihm immer nahe ist: ‚Sieh her: Ich habe dich eingezeichnet in meine Hände‘ (Jes 49,16). … Für ihn bist du wirklich wertvoll, du bist nicht unbedeutend, du bist ihm wichtig, denn du bist das Werk seiner Hände. Deshalb schenkt er dir Aufmerksamkeit und gedenkt deiner voll Liebe.“ (Christus vivit 114, 115)

Bei der Begegnung entstand eine homogene Gruppe voller freundschaftlicher Atmosphäre, und zwar nicht nur in Olomouc. Infolge des Coronavirus fand nämlich das Treffen in kleinerer Teilnehmerzahl statt, dafür an zwei Orten. Von 24.-25.7. war parallel ein Treffen in Český Těšín bei den Schwestern dort. Auch dort widmeten sie sich derselben Katechese und schlossen sich mit der Gruppe in Olomouc übers Telefon zusammen – eine wertvolle Bereicherung und gute Erfahrung.

Christus zeigte sich als der echt Lebendige und Wirkende durch die Herzen, die offen sind für ihn, denn „Er erfüllt alles mit seiner unsichtbaren Gegenwart, und wo immer du hingehst, wird er auf dich warten. Denn er ist nicht nur gekommen, sondern er kommt und wird auch weiterhin jeden Tag kommen und dich einladen, aufzubrechen zu einem immer neuen Horizont“ (Christus vivit 125).

„Die Wenigsten erkennen, was Gott ihnen tun würde, wenn sie sich ihm ganz überließen.“
(Hl. Ignatius von Loyola)