Jubiläum 40 Jahre SSJ
31. 7. 2021

In der biblischen Sprache bedeutet der „Vierziger“ eine Vorbereitung um zur Fülle zu kommen. Im Alten Testament sprach Mose 40 Tage mit dem Herrn auf dem Berg Sinai, bevor er den Dekalog erhielt; 40 Tage verbrachten die Boten des Mose im gelobten Land, um es zu durchstreifen; und 40 Jahre pilgerte dann das Volk Israel durch die Wüste, um es dann betreten zu können. Auch der Herr fastete 40 Tage in der Wüste, bevor er zu predigen begann und 40 Tage hindurch erschien er seinen Jüngern, bevor er in den Himmel aufstieg…
Diese symbolische Zahl hat jetzt auch die Gemeinschaft der Schwestern Jesu auf ihrem „Pilgerweg“ erreicht. Waren die vergangenen Jahre eine Vorbereitung auf eine weitere gnadenvolle Etappe…? Und was wartet auf sie…? Das wird die Zeit zeigen.
An der gemeinsamen Feier, die am Hochfest des hl. Ignatius, am Samstag 31. 7. stattfand, konnten fast alle Schwestern teilnehmen. Sie verkosteten das große Geschenk ihrer Gruppe, die nach dem Weggang ihres Gründers, P. Robert Kunert SJ und der ersten Schwester, Sr. Marta Kaniová noch die drei österreichischen Schwestern bei sich hat, die vor vierzig Jahren jenes unwiderstehliche Rufen Gottes vernommen und ihm gefolgt sind. Trotz der Schwierigkeiten der Anfänge und der Dunkelheit. Die Aufmerksamkeit und die Dankbarkeit der jüngeren Generation der SSJ gehörten daher an diesem Tag vor allem ihnen. Aber auch die tschechischen Schwestern haben schon etwas zu feiern. Ihr Wirken auf tschechischem Boden hat heuer immerhin dreißig Jahre erreicht.
Ein willkommener Punkt des Treffens war daher für alle eine Fotopräsentation, die das allmähliche Wachsen dieser damals unbekannten Gruppe von jungen Frauen aufzeigte. In den 40 Jahren, in denen sie auch verschiedene Auf und Ab erlebte, reifte sie zu einer Ordensgemeinschaft diözesanen Rechtes in drei Ländern mit zehn Kommunitäten heran. Am Nachmittag kam auch das humorvolle Element der schwesterlichen Kreativität in Gestalt einer kleinen Theateraufführung zum Wort. Die Freude gehört nämlich zu ihrem Leben, sie soll der „Habit“ der Schwestern sein, ihr Erkennungszeichen. Etwas von dem Hintergrund dieser herzlichen, natürlichen, geistlichen Verbundenheit spiegelt sich in den folgenden Fotos wider.
Der Höhepunkt der Feier am 31. 7. war die gemeinsame tschechisch – deutsche Vesper vom Hochfest des hl. Ignatius in der Annakapelle und anschließend die hl. Messe, die Dompfarrer Ladislav Švirák für die Schwestern feierte. Die Sonntagsmesse im Dom zu Olomouc – als Dank für die Gemeinschaft und für das Geschenk der Berufung – feierten die Schwestern gemeinsam mit der Gemeinde der Dompfarre sowie mit Verwandten und Freunden, die trotz des unfreundlichen Wetters gerne gekommen waren, um sich der Dankliturgie anzuschließen. Am Schluss der hl. Messe berichtete die Generalvorgesetzte Sr. Alena Jindrová kurz über Geschichte und Wirken der SSJ und machte auf die Schautafeln aufmerksam, wo man sich näher über die Gemeinschaft informieren kann; sie bleiben den ganzen August zum Anschauen im Dom.

Fotos

„Die Wenigsten erkennen, was Gott ihnen tun würde, wenn sie sich ihm ganz überließen.“
(Hl. Ignatius von Loyola)